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Juni
18
2007
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Manchmal , ja manchmal brauchen Politiker ein bißchen Haue - Und bekommen sie nicht! - Eine laux'sche Satire |

Der fieseste Sadist ist doch der, der den Masochisten gerade dann nicht quält, wenn dieser besonders darum bettelt.
Oh-wie-gemein! Oh wie schön für den Sadisten, alias „die Domina“, alias, „die Herrin“!
„Ich knie nieder vor dir, mit verbundenen Augen, trage für dich ein Halsband. Der Champagner steht für dich bereit, wenn du zu mir kommst. Und eine Peitsche. Schlag zu! Bitte!“
Nein!
Wie viele Mächtige sabberten nach „Züchtigung“ und bekamen stattdessen eine klitze-klitze-kleine Strafe. Ein Symbölchen von Strafe.
Oh, wie ist das gemein. Verlangt doch der Unartige nach harter Strafe, damit er den Olymp der ungezügelten Lust erreicht. Gibt, ja GIBT man es ihm NICHT, dann bleibt der um die Strafe gebrachte im noch qualvolleren Zustand der Dauergeilheit. Das Verlangen wächst und wächst. Ob Hartz oder Uhl. Ach, und noch so viele Andere: Sie waren doch so bitterböse und eine Strafe wäre gesetzmäßig gewesen und dann das, Herr Uhl. Milde ließ man walten. Das Letzte, wonach es Ihnen stand.
Oh, was sehe ich? Es steht nichts mehr! Es hängt nach der Verhängung des milden Urteils.
Ach Herr Uhl, setzen Sie sich mal artig aufs Stühlchen neben Herrn Hartz und den anderen bösen, bösen Jungs! Los jetzt!
Jaaaah, Sie beide waren ganz böse und sind jetzt bei mir. Sie haben sich weidlich mit Anderen vergnügt und wieder Anderen, ja Millionen Leid - Peter, sitz! - zugefügt. Und es hat Ihnen nichts ausgemacht.
Und die laux hat Alles genau mit bekommen und Ihr verlangt nach dem, was Ihr verdient habt.
Aber Ihr lechzt mir zu sehr danach……
Peter Hart(z), sitz’ gerade, auch, wenn du kein Rückgrat hast.
Red Uhl verleiht Flügel? Die stutzt du mir nicht, du kleines Würstchen.
Sitzen bleiben, sag’ ich!
Ich gehe jetzt.
Und wenn Ihr mal müsst, dann kommt Mama van der Leyen und packt Euch in Windeln. Die mit dem tollen Fassungsvermögen aus dem netten Seniorenheim. Ihr seid ja schon sooooo groß. Jaja. Und die Tante Merkel schaut zu.
Ich lass’ Euch dieses kleine Glöckchen vom Bundestag da, und Ihr braucht nur zu klingen, wenn die beiden Mädels lieb zu Euch sein sollen.
Ruhe jetzt!
Im Stich lässt die bösen Jungs wer? Na,
die laux
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| geschrieben in die Kategorie Satire |
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Juni
16
2007
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Money makes the World go round - Aber nicht die ganze Welt! - Eine laux'sche Kolumne |
 aboutpixel.de
Da macht mal 'n paar Tage Pause mit dem Web-Blog und schon passieren wieder tausend Dinge, die mich mittlerweile blind nach der berühmten Lufthansa-Tüte greifen lassen.
Wo anfangen?
Die Reece-Version von Tornados fliegt über friedliche G8-Gipfel Demonstranten. Man ist nicht sparsam mit der Investition dieses Einsatzes, auch nicht mit unsäglichen Malmots, wie zum Beispiel der Beschönigung des Staatssekretärs Peter Altmeier, CDU: Es ginge hier
| lediglich um eine Manipulation von Straßen. |
Der CDU Innenpolitiker Wolfgang Bosbach sprach gar von
| Erddepots, die man aus der Luft orten wollte. |
Ja, und ich suche nach Intelligenzdepots und Depots von Menschlichkeit. Nach Depots von Logik und Aufrichtigkeit und ich suche und suche. Ohne Hilfsmittel werde ich da wohl nicht fündig. Oder liegt es daran, dass ich am falschen Ort suche, wenn ich mich zum Beispiel auf dem Parkett der hohen Politik umschaue? Ach, gespart wird auch. Na klar. Z. B. bei den Unterkünften für Gefangene in Rostock. Sind das Bilder aus Deutschland? Ja. Bilder von Gefangenen, die auf Matten in Käfigen liegen.
À propos „Sparen“. Warum nicht mal ein anderes Wort dafür etablieren, wie zum Beispiel „Merkeln“? La Merkel weigert sich, auf Niedriglohnjobs zu verzichten, die vollzeittechnisch sogar unter dem Arbeitslosengeld II liegen, von dem man nicht leben kann. Ja leben, was heißt schon leben?! Diese tapfere Frau. Sie will nicht verzichten. Da geht sie lieber für ihren lumpigen Diätenlohn arbeiten, schüttelt ohne Ekel jede Hand im Sinne der Diplomatie, auch wenn noch soviel daran klebt. Da sagt sie dann, die Mutter Theresa, die Best Woman of the World:
| Lieber Aufstockleistungen, als auf die Jobs zu verzichten. |
Ja, wenn die Diät zu knapp ist, dann soll eben noch soviel Geld darauf gelegt werden, dass Ihr Gehalt dann das Niveau von Hartz IV erreicht. Echt Klasse, die Frau!
À propos Hartz IV. VW: Der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Uhl, Ex-Betriebsratsmitglied von VW wurde nach zwei Jahren juristischem Hin und Her zu einer echten Taschengeldstrafe „verurteilt“. ER hat dann lieber doch gestanden, damit die delikaten Zeuginnen nicht im Prozess aussagen. Sie wissen ja, es ging darum, dass der Gute seine sexuellen Bedürfnisse von Damen des Horizontalgewerbes stillen wollte. Wie, das soll bestraft werden, fragen Sie. Ehm ja: Wenn derlei Verlustierungen der Arbeitgeber, hier: VW, zahlen soll. 39.200 Euro. Bevor es Ihnen Tränen des Mitleids in ihre Augen treibt: Es geht hier um 280 Tagessätze zu je 140 Euro. Moment, ich musste mit meinen weitsichtigen Augen noch einmal auf meine Notizen schauen. 140 Euro erhält der Mann (offiziell) alleine netto pro Tag. Zur Erinnerung: Das sind 280 DM. Inflationsbereinigte 300 DM/Tag.
Lufthansatüte!
Der Herr Uhl ist schon Schnee von gestern, aber die Sachsen-Affäre rieselt weiter vor sich hin. Nein: Es weitet sich ein Schneesturm aus. Wild und eisig. Die Tatverdächtigen schlottern vor anderen Kriminellen, die sie nun bedrohen, erpressen und beklauen.
Zum Hintergrund der Sachsengeschichte: Juristen, Journalisten (Hallo, Kollegen! Geht’s noch?!), Mitarbeiter des Verfassungsschutzes und – yeppa! – auch durchaus, mit heißem Bemühn’, Mitarbeiter des Innenministeriums Sachsen sind in
| Geschäfte mit Immobilien und Zuhälterei verwickelt. |
Jetzt kommt der Clou. Den muss ich aus der TAZ zitieren:
| kennen die Akten außerhalb des Verfassungsschutzes nur der Landesdatenschutzbeauftragte, die Geheimdienstkontrolleure im Landtag und zumindest ein paar Journalisten. |
Man spuckt sich halt nicht gerne in die eigene Suppe.
À propos „Spucken“:
Lufthansatüte auch beim Thema
| Zwangsarbeiterentschädigung |
. Da wird sich auch von der Grand Dame, der Namensgeberin des folgendes Ausdrucke etwas zusammengemerkelt: Es geht hier um eine Pro-Kopf-Summe von 2.500 Euro bis 7.500. Das ist widerlich makaber (nicht anders verhält es sich mit den Stasi-Opfern: Zeit und Leid sind relative Begriffe, für die Opfer aber äußerst konkret). Und Frau Merkel spricht es auch noch selbst aus, nicht ohne Dramatik. Mit einem leichten Buckel liest sie es Wort-für-Wort ab: | Eine echte Entschädigung gibt es nicht. |
Ne, aber n echten Schaden, Frau Merkel.
Jaja, verzichten soll man nicht, Frau Merkel. Das sagten Sie doch. Für wen oder was ist denn das ganze Geld, das übrig bleibt. Hm?
Fragt wer? Na,
dielaux
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| geschrieben in die Kategorie Kolumnen |
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Juni
10
2007
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Die Laux soll 'was zum G 8-Gipfel schreiben |
Ach nee, Leute. Wirklich?
Es fällt mir viel dazu ein und wieder auch nicht. Ein "außer Spesen Nichts gewesen" habt ihr - gerade in diesem Zusammenhang - in wievielen Texten schon gelesen?
Es spricht doch Alles für sich, und Ihr wisst es auch:
Vertreter der stärksten Etats (Etat: Staat, finanzieller Stand) trafen sich. Aus gerade mal 8 Staaten. Sie bestimmen über die ärmsten Länder der Welt, die sie selbst ausbeuten. Die Zahl der Armen wächst, mindestens so sehr wie das Budget der Superreichen.
Die Armen, so hieß es, sollen die Möglichkeit bekommen, am "Welt-Sozialprodukt teilzunehmen". Um ihnen das zu "ermöglichen", sollen ihnen 60 Milliarden US $ gezahlt werden. Statt Schulden, ein zinsloses Darlehen? Ja? Ach, du Sch... Und wann?
Nach dem Motto "L'Etat, c'est moi!" wird hier weiter über Menschen bestimmt. Um das ganze herum packt man Geschenkpapier, in Gestalt eines Riesen-Events. Statt hübschscher Schleifen nimmt man Stacheldraht, klemmt friedliche Demonstranten mit ein. 'Ne Menge Grün ist auch dabei. Es wurde gut gewässert. Vom Grün. Doch die Wüste bleibt trocken.
Die deutsche Kanzlerin wird als Superfrau unseres kleinen Kosmos gefeiert. Ein Universum, das keine Rücksicht auf Menschen nehmen kann. Und warum?
Weil wenige, aber die mächtigsten Menschen damit umgegangen sind, als hätten wir Ersatz-Planeten noch und nöcher.
Ich bin die-was-weiß-ich-wievielte-Autorin, die schreibt:
Alles bleibt, Nichts vergeht, bei aller Vergängnis und allem sturkonservativem Stillstand.
Oder ist das jetzt mal 'was Neues?
Gisela B. Laux
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| geschrieben in die Kategorie Meinungen |
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Juni
06
2007
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Wo ich nicht bin, da kann Nichts sein! - Auch 'ne Sichtweise! |
Manchmal wollen sogar souveräne Satiriker sicherstellen, dass Ihre Texte gut ankommen. Na, wer dumm fragt… Auf meine Frage an einen Kollegen, wie er meinen Text über BB findet, kam unter Anderem die Antwort, dass das Thema durch sei, da würde seit Jahren nix mehr passieren.
Ja, wenn man was nicht sieht, dann ist es wohl nicht da.
Diese sehr simple Sichtweise führt bei mir zu einer tiefen Erkenntnis, die nun eine Lawine von Assoziationen frei setzt. Ich lege mich mal kurz auf Ihre Couch und los: - Wenn man fremdgeht und sich nicht beim Coitus im Spiegel sieht, ist „es“ nicht passiert. Besonders nicht, wenn es der Hintergegangene „es“ nie erfährt.
- Wenn man seine Umgebung verpestet, selbst aber nicht unter der Emission leidet, dann bleibt die Luft wohl rein.
- Wenn man lügt und sich selbst glaubt, hat man wohl die Wahrheit und nichts als die Wahrheit gesprochen.
- Wenn man an Jemandem vorbeigeht, der am Boden liegt, man aber nicht die Ursache für dessen Niederlage ist, dann ist man nicht dessen Täter. Wo kein Täter, da kein Opfer.
- Wenn man im Aufsichtsrat sitzt und sich selbst das Gehalt erhöht ist man nicht böse, wenn man vorher anderen gekündigt hat. Denn man hatte ja nur seinen Vorteil im Focus und nicht den Nachteil des Anderen bedacht.
So, ich hüpfe jetzt mal wieder von der Couch herunter, denn ich möchte erst mal sicher gehen, dass Sie von dem hier nicht nur Notiz genommen haben, ohne es nachzuvollziehen.
Sonst könnten Sie am Ende noch sagen: „Wieso, die Laux hat doch nicht zu MIR gesprochen!“
Es schaut dich wer an? Na, dielaux
P.S. Wer will, kann der Liste gerne Etwas hinzufügen.
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| geschrieben in die Kategorie Satire |
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Juni
05
2007
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Talentschuppen Big Brother sucht für Ex-Bewohner "Big Basti" Job in Wuppertal |
| „Ich heiße Erwin und bin Rentner. In 66 Jahren fahre ich nach Island und mache einen Gewinn von 500 Tausend Mark. Und im Herbst eröffnet dann der Papst mit meiner Tochter eine Herrenboutique in Wuppertal.“ |
Zitat aus Loriots Sketch "Erwin Lindemann" bzw. "Erwin Lottermann".
Wesentlich anders hörte sich gestern Abend die von der Moderatorin abgerungene Spontanbewerbung bei dem frisch aus dem Big Brother „Projekt“ „herausgewählten“ Ex-Bewohner Basti nicht an.
„Jrgendwas, man möchte sich ja nicht unter Preis verkaufen.“ Zur Post, bei der er ursprünglich eine Ausbildung abgeschlossen hat, möchte er nicht wieder. Erster Schritt zur Selbsterkenntnis: Mit Krawatte und nasepopelnd im Kundenbereich: das macht sich nicht so gut. Naja, und, was er nicht weiß, die Post baut ja auch Personal ab.
Basti wurde als der „Ruhrpottprolet“ vermarktet, der alles raus lässt, was keinen Zins bezahlt: Er schreit, furzt, rülpst mit Anlauf, und mittendrin popelt er und entsorgt mehr oder weniger unauffällig auffällig seine schleimig-harten Funde. Immer im Visier der Big Brother Kameras. Die Mitbewohner ertragen dies mit der Zeit notgedrungen mit Humor.
Big Basti ist bekennender „Wuppertal-Fanat“. Soviel zum „Ruhrpottproleten“. Warum er dort stadtbekannt sei, wüsste er nicht auch nicht so recht. Sein ironisches Lächeln verrät das Gegenteil, aber keine Detail.
Die süße 20-jährige Sonja, im Big Brother Haus von den Bewohnern „Püppi“ genannt, hat sein Herz erobert. Sie kommt aus Bayern und auch ihre Familie ist lokalpatriotisch.
Püppi ist die Schönste im Haus und Big Basti nervt es, wenn seine Fußballkumpels ihn mit seinem großen Gemächt verbal aufziehen. Irgendwann setzte Big Brother, wenn Basti mal wieder duschte, einen großen Balken über das primäre Geschlechtsmerkmal und der Gafferbefriedigung der ZuschauerInnen ein jähes Ende.
Big Basti hat, wie alle Bewohner dieser nunmehr siebten Staffel nicht viel Raum bekommen, seine Talente zu präsentieren.
Die täglichen Ausschnitte zeigen Diskussionen, Diskussionen, Diskussionen und liegende Bewohner: dösender- oder schlafenderweise. Im Garten, im stylischen Wohnzimmer, im OZ oder BZ. Wenn diese Räume von den Bewohnern erwähnt wurden, wurde sie mit „OZ = orangenes (Schalf-)Zimmer und „BZ = Braunes Zimmer“ erklärend untertitelt. Ja, Vieles bei BB (Big Brother) ist durchaus erklärungsbedürftig.
„Zeig mir, wer du wirklich bist“ lautet das Motto der Staffel und so lautet auch der Song.
Immer wieder wird das Motto „Big Brother ist kein Ponyhof“ von der Ex-SAT1- Frühstücksmoderatorin Charlotte in den montäglichen Big Brother Shows zitiert. Karten für die letzte Show sind noch zu erwerben. Geld und Eindrücke, die man sich sparen kann.
Basti möchte erst mal auf Malle (Mallorca) mit seinen Freunden abfeiern, „Hauptsache Alkohol“. Schlecht platzierte Kurzzeitvision, hat er sich der tugendhafte Bursche doch gerade entlocken lassen, dass Arbeitgeber auf ihn zukommen sollen, um ihm einen Job anzubieten. Ob er das Jobangebot seines Lebens verpasst?
Böse Zungen behaupten, die Polizei zeigt Interesse an ihm: Das Rülpsen, Furzen kann er ja noch kanalisieren, das Schreien kann man sicher bei einigen Einsätzen sehr gut gebrauchen. Basti steht voll hinter seinen Fußballjungs, sagte mal - na, war das nur ein Scherz? – dass Frauen hinter den Herd gehören. Den Platz für „seine marokkanische Schönheit“, der er jahrelang erfolglos hinterhergelaufen ist, hat er für eine tugendhafte Hellblonde freigemacht. Somit werden Traditionalisten bestens mit ihm auskommen. Dorthin zu rennen, wo am meisten los ist macht Basti auch gerne. Wohl dem, der Böses dabei denkt! Da er gerne Anschluss zu Autoritäten sucht und sich ihnen gerne unterordnet (wenn auch mäßig larviert, weil immer mit begeistertem Gebrüll und schwülstigen Sympathiebekundungen), fragt man sich wirklich, wie lange es dauert, bis Basti aus dem Flieger steigt und das grüne Band der Sympathie mit Freunden und Helfern auf Lebenszeit geschlossen wird.
Dann wird vielleicht doch nicht mehr Wuppertal der Nabel der Welt sein. Naturburschen und Grüne sind in Bayern bekanntermaßen herzlich willkommen. Da freuen sich dann endlich Püppies Eltern über die bislang als Mesalliance gemunkelte Jungbeziehung. Auch wenn Püppies Papi sich verstohlen nach der Umarmung mit Basti einen Pobel von der Schulter schnipsen wird.
Big Brother führt zusammen, was zusammengehört.
Was will man in dieser Zeit mehr? Hirn? Ach, das ist doch nur überflüssiger Luxus!
Fasst wer zusammen? Na,
die laux
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| geschrieben in die Kategorie Satire |
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