Januar

08

2008

Werbung ist Alles…hat seine Grenzen des guten Geschmacks


aboutpixel.de

Werbung nannte man zu DDR-(Un-)Zeiten „Produktinformation“. Schließlich wollte man die ökonomische Intention verschleiern. Und das ist ja inzwischen sooooo anders!

Die Regeln der Werbung werden immer verwaschener, und das ist aktuell und international.

Nun denn: Zwar weiß man, dass einige Produkte saisonbedingt sind, aber Gebissreiniger?

Kukident wirbt aktuell in TV Spots mit 50%iger Vergünstigung. Nur für kurze Zeit. Welches Konsumverhalten wird denn jetzt erwartet? Sollen Gebissträger jetzt auf Vorrat kaufen?

Wie oft habe ich versucht, um Wartezeiten an Supermarktkassen zu überbrücken, anhand der Produkte auf dem Fließband Rückschlüsse auf die Lebensgewohnheiten der Käufer zu ziehen.

Ich bin vorgewarnt: Wenn ich das nächste Mal Butter, Weißbrot, Suppe und 50 Packungen Kukident sehe, weiß ich: Das liegt an der Werbung.

Obwohl? Kukident Tabs sind hervorragende Toilettenreiniger.

Man soll eben nicht meinen, dass Werbung wirklich informiert. Sie dringt in unser Unterbewusstsein. Oder erinnern Sie sich?

Zum Beispiel: Was halten Sie von dem Spot mit der Frau im Aufzug, die schnell ein rundes „Strip“ auf eine Herpes-Stelle ihrer Lippen legt, um es dann – kurz am Ziel angekommen – rechtzeitig abgezogen hat, um dem Mann ihrer Träume herpes-frei zu begegnen? Hä?

Oder von dem, wo der Junge sich nur noch seine Fußwarzen von seiner Mama behandeln lassen möchte, nicht vom Arzt, weil die Mama das richtige Produkt eingekauft hat?

Oder von dem Treppenaufzug, dank ihm Mama nicht ins Altenheim muss, sondern den ganzen Tag vom Erdgeschoß zum ersten Stock und wieder runter und wieder rauf fahren kann?

Oder von dem Joghurt, der nach den Feiertagsessen den Darm reinigt?

Mancher Spot ist ein echter Griff ins Klo. Besonders, wenn er was Makabres hat.

Stellt immer wieder wer fest? Na,
die laux
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