August

12

2007

Fazit der 32. Kalenderwoche: Die laux lernt nie aus – Eine laux’sche Kolumne


Foto: die laux. "The laughing Twins". Zwei sehr lustige Frauen, die im Ratinger Poensenpark heute Farbe bekannten

Frauen und Männer, ja, das scheint’s irgendwie Unterschiede zu geben. Das sei schon mal als Erstes festgestellt.
Was war das für eine Woche!

Eine gefakte Hochzeit, 2 Abschiede und 3 Willkommen.

Ja, so könnte der Titel dieser kleinen Kolumne auch lauten.

Den Begriff „Trennung“ als Familienstand scheinen Frauen und Männer ganz unterschiedlich zu interpretieren. Ein Mann kann zum Beispiel durchaus die Ansicht vertreten, er würde in Trennung leben, während er zwar eine kleine, ungemütliche 1-Zimmerwohnung angemietet hat und gleichzeitig jeden Tag im gemeinsamen Haus, das er sich mit seiner Ehefrau angeschafft hat, verbringt. Der Kopf ist zu Hause du der….lotst ihn dann und wann weg. Trennung ist eben nicht unbedingt die Trennung von Tisch und Bett, sondern die Trennung von Kopf und …..Dödel!

Mein Gott, nennen Sie’s wie sie wollen, hier geht es ja – leider! – nicht um Romantik.

„Beim nächsten Mann wird Alles anders“. Ja, nicht „denks’de“, sondern: Stimmt!

Jeder Mann is’ ‚n Ding für sich!

Der nächste ist nicht getrennt, aber wollte sich mit mir liieren, wegen meiner….

Moment, das bedarf einer extra Zeile……meiner

INTELLIGENZ!

Bei meinem ersten Kabarettauftritt mit dem Titel „In jedem Schwein steckt ein Mensch.“ erzählte ich meinem Publikum, dass auf Platz 1 der Liste der Zitate der Männer, die mich beleidigen wollten steht: „Du, du mit deiner Intelligenz“. Das müssen Sie sich mit der entsprechenden abfälligen, vor Wut zitternden und resignierten Betonung vorstellen. Ja, und gestern sollte ich auf dieses umwerfende Angebot eingehen, dass mich ein Mann wegen meiner Intelligenz als Zweit-Frau wollte. Intelligenterweise lehnte ich jedoch das achso verlockende Angebot ab.

Warum eigentlich? Wo ich Fremdgänger nicht ausstehen kann. Und wo ich es doch so liebe, nicht nur das Festnetztelefon anzustarren, sondern auch das Handy (Für Anglophile: Das mobile Phone), und auch nix Besseres zu tun habe, als in meinen E-Mails Accounts auf eine neue Antwort zu lauern. Und ein lautes „Warum meldest du dich nicht?!“ zu unterdrücken. Oder herauszubrüllen. Warum habe ich da wohl nur „NEIN“ gesagt?

Ich habe gestern noch einer Bekannten, bei der ich mich nach langer (überfälliger) Zeit wieder meldete, zu Ihrer Scheidung gratuliert (ich grüße dich an dieser Stelle, freue mich, wenn du dich wieder bei mir meldest und ich weiß, dass du das hier liest, B.). Wobei ihr schleimiges Fremdgehmonster von Ehemann wohl eher sie verlassen hat, wegen einer Anderen. B. Vergiss es! Lies dieses Wort:

FREIHEIT!

Es geht dir beruflich gut und sonst auch…und jetzt ‚ran an den Speck!

Heute habe ich eine sehr nette Frau frisch kennengelernt. Auch diese grüße ich ganz herzlich, K. und ich freue mich auf unser erstes Telefonat etc. Wir lernten uns an einem Stand für eine Fraueninitiative kennen. Ich mag keinerlei Vereine und Clubs. Schon vom Wesen her sagen sie mir nicht zu. Das ist mir zu homogen. Und wegen mir gibt’s immer Streit. Und das brauche ich nicht. Kaum erklärte ich dies dann auch vor Ort, entstand bald darauf eine Realsatire. Und Sie, meine LeserInnen (so schreibe ich eben, das hat nix mit der Initiative zu tun….) wissen, dass ich Realsatiren liebe.

Es gab da so eine Pinnwand, diese mit Dingen, die einen positiv stimmen und Dinge, die eine aufregen zu bespicken man aufgefordert wurde. Ich überlegte.

Als „die laux“ bin ich es den LeserInnen dieser Pinnwand einfach schuldig, etwas Geistreiches zu schreiben. Oder etwa nicht? Sies’de, dacht’ ich’s mir doch. Zunächst schrieb ich auf der Negativseite: „Mobbing jedweder Art. Auch von Frauen gegen Frauen!“ Auf die positive Seite hängte ich ein rundes Zettelchen unter „Ehrenamt“ (Mann, warum schrieben die nicht gleich „aktive Heilsarmee-Mitgliedschaft“?!) irgendetwas, wie „kreativ sein und Geld dafür bekommen“. Ich hab’s besser formuliert. Da ich aber mit K. noch einen Radler getrunken habe, lässt wohl gerade mein Kurzzeitgedächtnis nach. Übrigens toll: Ein schönes Gespräch, ein schreckhafter Kellner (Ursache: Modehund Terrier, kläffender-weise, unterm Nebentisch), weitere keifende Hunde (zum Glück ohne Verletzungen), Lifemusik, ‚n kühles Blondes mit Limo und Sonne!

Ach egal, weiter.

Eine andere Frau am Fraueninitiativenstand erklärte mir, dass es Frauen gäbe, die mit der falschen Wahl ihrer Männer „eben immer ins falsche Muster“ verfielen. Wie einfallsreich! So etwas Ähnliches stand auf der Negativseite auf der Pinnwand. Das regte mich tierisch auf. Es war deutlich die Schrift einer älteren Frau. Ich tippte bei der Urheberin dieses Eintrages auf ein Mitglied des SkF, des „Sozialdienstes katholischer Frauen“. Dort sagte man nämlich mal, dass Frauen, die häusliche Gewalt erlebt haben, „Führung“ bräuchten. Ätzend! Wie wär’s mit Beistand, Verständnis, Solidarität, Motivation und echter, faktischer Lebenshilfe? Ach, mir fiele da noch viel mehr ein. Aber nicht „Führung“.

Ich fragte dann die etwas – naja, ich bin dann mal so rücksichtslos ehrlich – bieder Aussehende Initiatorin, ob sie denn einen Mann habe. Nein, sie sei gegen ein „jüngeres Modell ausgetauscht worden“. Wie krass! Ich entgegnete Ihr, dass Ihre Wortwahl zeige, wie sie Frauen versächlichen würde. Mit dem Begriff „Modell“ und im Zusammenhang mit „ausgetauscht worden“. Ja, das sei ja die Sprache Ihres Ex-Mannes. Aha!

Die sie wohl übernommen hat! Jetzt brachte ich den Einwand, man könnte in dem Übernehmen des Ausdruckes Ihres Mannes ja auch so eine Art „Muster“ erkennen. (um mal ihre „Argumentation“ vorzuführen). Aber das wies sie von sich, denn sie wollte nichts-mehr-von-Männern-wissen.

„Wie, Sie wollen auch auf Sex verzichten? Für immer?“, entfuhr es mir.

„Ja“, sagte sie. Der sei sowieso nie Etwas gewesen.

„Dann haben Sie ja noch ‚was Tolles vor sich“, kündigte ich ihr an.

Da sie ja verheiratet gewesen sei, hätte sie eben keinen guten Sex gehabt und jetzt wolle sie auch keinen mehr.

Ich schrieb dann noch kurz entschlossen an die Positivseite der Pinnwand: „Orgasmen während zärtlichem und leidenschaftlichen Sex“ und ärgere mich, dass ich nicht noch das Attribut „safer“ eingesetzt habe, was ich nämlich sehr wichtig finde.
Wie kann ich Ihnen beweisen, liebe LeserInnen, dass dieser Dialog wirklich stattgefunden hat? Gar nicht. Ich kann hier nur an Ihr Vertrauen appellieren.

Und wer tut das, na

die laux

P.S. Grüße an dieser Stelle an die „Laughing Twins", die ich heute im Ratinger Poensgen Park fotografieren durfte. Sie haben natürlich nichts mit dem oben Geschilderten zu tun. Obwohl auch sie den o.g. Stand besuchten. Ich habe sie heute dreimal gesehen. Mädels, Fotos sende ich zu.
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