August

09

2007

Pietätlosigkeit deutscher Behörden grenzenlos - Der Aufreger der Woche. Alles Andere als lustig!


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In den Nachrichten eines TV-Senders wurde heute am frühen Abend darüber berichtet, dass ein Ehepaar sich das Leben genommen hat, als eine Zwangsräumung bevorstand.

Sie hatten außen an der Haustüre den Schlüssel stecken lassen. Das ließ nach eigener Aussage den Gerichtsvollzieher ahnen, was sich ereignet hat: Der Selbstmord der Menschen, dessen Zwangsräumung er vollstrecken wollte. Er schilderte dies sehr nüchtern.

Eine weitere Person wurde interviewt. Da bei mir der Schreck über das von ihr Geäußerte noch nachwirkt, vermag ich nicht mehr mit Sicherheit nachzuvollziehen, ob dies ein Mitarbeiter des Finanzamtes oder der Polizei war. Ich vermute, Letzteres.

Was er sagte, klang durchaus nicht mehr sachlich, sondern für mein Empfinden pietätlos, treffender: menschenverachtend.

Diese Leute hätten, so sagte er, im Ausland ein weiteres Haus, das sie zu verkaufen beabsichtigten, um dieses hier zu bezahlen. Das hätten sie aber nicht getan. An einem der Vorabende hätten sie noch "lachend mit Nachbarn gefeiert". Sogenanntes "Mietnomadentum" sei ja bekannt, aber hier handele es sich um einen dreisteren Fall.

Es ist eben diese rigide, eiskalte, jede Menschlichkeit entbehrende Haltung einzelner Beamter bzw. Vollstrecker oder Ermittler, die Menschen dazu treiben, Ihrem Leben aus Verzweiflung ein Ende zu bereiten.

Dieser Mann sollte von seinem Amt als "Staatsdiener" unbedingt entbunden werden. Um's im Klartext zu sagen: So Jemand darf nicht mehr über Menschen entscheiden. Der gehört gefeuert!

Gisela B. Laux
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