Juli

08

2007

Al Gore's Vortrag über "Die unbequeme Wahrheit" , "The inconvenient Truth" - Ein Aufruf von Gisela B. Laux

Wäre ich Bürgerin der USA, hätte ich Al Gore meine Stimme bei der Wahl zum Präsidenten gegeben, auch ohne den oben genannten Film über die zu weltweit zu verhindernde Klimakatastrophe gesehen zu haben.

Noch nie habe ich so intensiv über die Verletzung der dünnen Hülle unseres Planeten nachgedacht, wie nach diesem Film, der Erd-Atmosphäre.
Noch nie habe ich einen wissenschaftlichen Vortrag - Al Gore hat ihn seinen Angaben zu folge über tausend Male gehalten - so nachvollziehen können, wie diesen.
Noch nie zuvor hat mich ein wissenschaftlicher Vortrag gleichzeitig so unterhalten.
Und noch nie habe ich soviel über den persönlichen Background eines Vortragenden erfahren.

Ausgerechnet Bush und Konsorten echauffieren sich über die Warnung, die Al Gore ausspricht und die Umsetzung, wie man das, wovor er warnt, erbringen kann und sprechen von

der größten Lüge


Die größte Lüge kam genau von diesen Leuten, nämlich, dass der Krieg im Irak absolut notwendig gewesen sei, da von ihm eine so große Gefahr ausginge. George W. Bush ist es, der Angst schürt und Kapital daraus schöpft. Der selbsternannte "Kriegspräsident".
So perfide diese populistische Verdrehung der Tatsachen ist, so perfide erschien mir heute eine Werbung eines Automobilherstellers, der zum Kaufen mit dem nach einem Ökospot klingenden Satz in einer suggestiven Frageform animieren will:

Soweit ich mich erinnere, lautet er so:

Müssen Sie 2 Liter Benzin ausgeben, um 1 Liter Milch zu kaufen?


Also, wenn wir schon so ignorant sind, dass wir für jede Erledigung unseren PkW nutzen und dabei eine CO2-Belastung verursachen, dann sollen wir das bitte mit dieser Automarke machen.

Besser: Wir gehen für 1 Liter Milch zu Fuß oder fahren Rad.

Das Folgende geht an die Regierung unseres Landes:

An die Regierung der Bundesrepublik Deutschland:

Damit sich auch Menschen mit niedrigem Einkommen an den Sparmaßnahmen beteiligen können, verlange ich von Ihnen, dass Sie die Kraftfahrzeug-Steuern für stark CO2 ausstoßende PkW’s nicht erhöhen. Menschen, die gezwungen sind, zwischen Wohn- und Arbeitsort zu pendeln, und sich keinen neuen PkW leisten können, dürfen nicht bestraft werden.
Sorgen Sie endlich dafür, dass die Arbeitgeber wieder ihre Türen für die Arbeitsplätze öffnen. Sorgen Sie dafür, dass Menschen nicht an ihrer Armut verzweifeln.
Sorgen sie dafür, dass die Armut endlich beseitigt wird. Hören Sie auf, sich selbst zu loben und sich mit einem Wirtschaftsaufschwung zu loben, von dem nur wenige und zwar die Reichen profitieren, auf Kosten von Menschen, die unter Arbeitslosigkeit, sozialer Benachteiligung, Ausgrenzung und Hunger leiden. Denn erst dann können Al Gores Worte wahr werden: dass Jeder, wirklich jeder sich daran beteiligen kann, dass wir auf einen CO2-Belastungs-Level der 70er zurück können.(/quote]

Al Gore:
Wir müssen endlich anfangen, mit den politischen Strukturen unserer Demokratie zu arbeiten.


Dies setzt voraus, dass wir unsere Demokratie schützen und Menschen sich nicht wie Verlierer fühlen müssen. Weil sie es nicht sind. Weil sie nicht ohnmächtig sind. Weil ihnen nicht die Grundlagen für wertvolle Entscheidungen entzogen werden. Und sie dann - wir Alle - uns dafür entscheiden können, ein ausgefülltes und sinnerfülltes Leben zu führen und positiv handeln. Auf eine Zukunft hin, an der wir gemeinsam und unsere Nachkommen teilhaben werden.

Gisela B. Laux

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