Mai

27

2007

"Open Business" mit ge-zink-ten Karten bei XING - Von: Gisela B. Laux

XING (bis 17. November 2006 openBC/Open Business Club) ist eine webbasierte Plattform, in der reale Personen ihre (geschäftlichen) Kontakte zu anderen Personen verwalten können. Sie wurde 2003 gegründet und zählt inzwischen mehr als 1,5 Millionen Benutzer[1] aus über 200 Ländern. Das System zählt zur so genannten sozialen Software. Kernfunktion ist das Sichtbarmachen des Kontaktnetzes; beispielsweise kann ein Benutzer abfragen, über „wie viele Ecken“ – also über welche anderen Mitglieder – er einen anderen kennt, dabei wird das so genannte Kleine-Welt-Phänomen sichtbar.
Daneben bietet das System zahlreiche Community-Funktionen wie Kontaktseite, Suche nach Interessengebieten, Foren und Gruppen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Premium-Mitgliedschaft mit zusätzlichen Funktionen kostet 5,95 EUR pro Monat.
Die Bezeichnung „XING“ wurde aus Gründen des internationalen Marketings gewählt, so bedeutet das Wort auf Chinesisch so viel wie „es ist möglich“. Auf Englisch kann der Name als Abkürzung für Crossing, Kreuzung von Geschäftskontakten, gesehen werden…..[2]

Aus: Wikipedia

In Zeiten von immer größerer Wirtschaftsexpandierung mit all Ihren Risiken und Nebenwirkungen wird es in der realen wie in der virtuellen Welt immer wieder Plattformen geben, die sich Bedürfnisse von Menschen rücksichtslos zu Nutze machen.

Derzeitig heiß diskutiert ist der aktuelle G8-Gipfel. Übergeordnetes Thema: Globalisierung.
Dass es, so wie Globalisierung praktiziert wird, nämlich die weltweite Vernetzung und Bündelung der Kräfte, Mächte und Privilegien der „Entscheider“, auch massenhaft Gegner gibt, verwundert nicht und ist im Sinne unseres Zeitalters, in dem sich demokratisches Leben durchsetzen sollte, äußerst notwendig.

Doch, wo diskutiert wird, besonders dort, wo man seine Diskussionspartner nicht sieht, also im „World Wide Web“, muss man damit rechnen, dass nichts ist, wie es scheint, gemäß dem oft zitierten Motto:

„Im Internet weiß kein Mensch, dass du ein Hund bist.“


Wenn man sich diverse Internetforen genau anschaut, und das kann man (leider) nur dann am Besten, wenn man dort Mitglied wird, erfährt man Strukturen, wie in sie jeder Gemeinschaft zwangsläufig scheinen: Die „Platzhirsche“, die „Mitläufer“, die „Schweiger“ und die Opfer.

In der Plattform für Open Business - in XING – ist das, wie ich es jetzt selbst erfahren habe, nicht anders: Wer sich auf dem Datenhighway in die Straßen, die Communities mit ihren Threads (Diskussionsbeiträge, die auf einen ersten aufbauen und sich verästeln, wie ein „Baum“) von XING verfährt und nicht dem Mainstream entspricht, wird „eliminiert“. Also: Wer auf den Xing’schen Straßen nicht nach dem Röhren der Platzhirsche spurt, wird platt gemacht.

In meinem Fall begann es damit, dass sich ein Neumitglied der Gruppe „Akquise und Kundengewinnung“ mit einer freundlichen Begrüßung und einer Frage einführte, mit einer chauvinistischen Gegenfrage erst einmal klein gemacht wurde und ich gegen diese Behandlungsweise interveniert habe. Sofort haben sich die „Platzhirsche“ mir in einer destruktiven Weise gewidmet, die es gänzlich an Sachlichkeit und Niveau mangeln ließ. Die Provokationen fanden ihren skurrilen Höhepunkt, in dem ich als „Troll“ tituliert wurde, wobei man mir – unaufgefordert – erklärte, was das sei. Der Vorgang dauerte Stunden, bis in die Nacht.

Es entstand so ein neuer Thread mit dem Titel „Troll….“.

Es gab auch auf XING durchaus Anbandelungsversuche mir gegenüber, die ich aber nicht erwiderte. Ganz besonders ein Mitglied, das sich als Mitarbeiter von Thyssen Krupp auswies, war über meinen Korb, den ich ihm gab, offenbar nicht sehr erfreut.

Wie auch immer, der „Dialog“ mit diesem Mitglied war der letzte, den ich auf der XING-Plattform führen „durfte“, denn dann wurde ich vom Support mit der Begründung exkludiert, ich sei ein Fake, also nicht die Person, für die ich mich in XING ausgeben würde.

Für so einen Rausschmiss bedarf es nicht viel: Auf jedem Profil eines Mitgliedes gibt es einen Button, den man drücken kann, um diesen Fake-Vorwurf an den Support von XING weiterzuleiten. Man wird ohne weitere Nachfrage und ohne Information, wer diesen Knopf bedient hat, vom Support über seine E-Mail Anschrift (Frage: Wie kann man dann ein „Fake“ sein, wenn man seine authentische E-mail Anschrift angibt und diese automatisierte Botschaft dort erhält?) über den Rausschmiss informiert. Zusätzlich wurde ich aufgefordert, XING eine Kopie meines Personalausweises zukommen zu lassen.

Das ganze Verhalten von XING ist dubios und basiert gleichzeitig auf Mechanismen, die sich in der industriellen Welt auf dramatische Weise zunehmend durchsetzen.

Wer in eine „Gemeinschaft“ eintritt und sich nicht nach dem Motto
„Wes Brot ich ess, des Lied ich sing’“
unterordnet, wird „eliminiert“.

Ich habe von diesem Brot gekostet und mit diesem Beitrag den widerlich schmeckenden Bissen nun ausgespuckt.

Gisela B. Laux

Und nun der "Beweis", dass ich authentische Angaben über mich gemacht habe und XING für seinen Ausschluss meiner Person einen Vorwand verwendet hat, der Screenshot (in weiser Voraussicht):




P.S. Zu erwähnen sei noch, dass ich weitere, private Mail auf meiner Mail-Adresse hier erhielt. XING-Mitglieder kondulieren meinen Rauswurf und bleiben XING weiterhin treu. Ihnen sei somit gesagt: Ich möchte mit Euch nicht mehr verXINGt sein! Lasst es!
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