Dezember

03

2007

Am Anfang war das Wort...


aboutpixel.de

Sie sagen Hartz-IV-Empfänger? Na super! Dann kennen Sie sich ja richtig gut aus, mit dem, was man Ihnen vorsagt!

Hartz IV ist ein Gesetz.

Kann man denn Empfänger eines Gesetzes sein?

Hartz IV Betroffene wurden durch das Hartz IV Gesetz de facto enteignet.

Wie das? Recherchieren Sie doch die Fakten des Gesetzes. Aber nehmen Sie sich viel Zeit, denn das Gesetz ist sehr umfangreich (beginnen Sie mit dem SGB II, III und X).
Und wenn Sie sich die Zeit nehmen, sind Sie dann ein Zeit-Nehmer?

Wenn ich Ihnen die Zeit gebe, sich über das Gesetz kundig zu machen, bin ich dann Ihr Zeit-Geber? Und Sie ein Zeit-Empfänger?

Sind Krankenkassen Versicherungsgebühren-Erhalter oder Versicherungsgebühren-Nehmer?

Sind Politiker, parallel zu Ihrem Lohn-Empfänger-Dasein Diäten-Empfänger?

Das würde sich dann folgendermaßen lesen:

Der/ie Diäten-Empfänger/in (Name des Politikers/der Politikerin) sagte heute aus, dass….

Dann gibt es keine Bezeichnung mehr für ein politisches Amt.

„Hartz-IV-Empfänger“ werden ja auch nicht unterschieden in Vertriebsmitarbeiter, Journalisten, Ärzte, Anwälte, Fliesenleger, Sekretärin, Buchhändler, uswusf…

Wenn Sie Vertriebsmitarbeiter, Journalisten, Ärzte, Anwälte, Fliesenleger, Sekretärin, Buchhändler, uswusf…, weil diese derzeitig kein Einkommen erzielen und Arbeitslosengeld II beziehen müssen nur noch als Hartz-IV-Empfänger bezeichnen, dann seien Sie doch so konsequent und eliminieren jeden Anflug von Respekt, Logik, Anstand und Würde.

Und so behandelt man dann auch Sie. Auch eine Form der „Gleichberechtigung“.

Sagt wer? Na,
die laux


geschrieben in die Kategorie Satire

November

30

2007

Bambi-Verleihung 2007 in Düsseldorf - Eine Kurznotiz

Jenseits von Glamour und Bauchbepinselung brachte die heutige Bambiverleihung viel Informatives.

Der begehrte Preis ist vielseitig. Der Bambi wird auch für soziales Engagement verliehen.

Die heutige Verleihung brachte auch eine schockierende Information hervor. So erfuhren wir im Rahmen der Verleihung des Ehrenpreises für den besten Spielfilm, dass der Pharmakonzern "Grünenthal" versuchte, den in dieser Kathegorie prämierten Film "Contergan - Eine einzige Tablette" mit einer Klage zu verhindern. Grünenthal beharrt noch jetzt auf die Klage!

Hierzu einige Links:

http://www.wdr.de/themen/gesundheit/pharmazie/contergan/chronik.jhtml

http://de.wikipedia.org/wiki/Contergan_(Film)

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,16168/ticket,g_a_s_t

Und zum Vergleich die unverfrorene Beschönigung des Herstellers Grünenthal von Contergan:

www.contergan.grunenthal.info

Versehen unter Google mit der Hinzufügung von Grünenthal: "Hier erhalten Sie Infos zur Contergan-Tragödie"...

Bitte machen Sie sich zu diesem Thema kundig!

geschrieben in die Kategorie Meinungen

November

25

2007

Wer zur Hölle ist Oswald Metzger? Seit dem 22. November 2007 dürfen wir auch das wissen.

Erst das Zitat, dann…
Oswald Metzger, Bündnis 90, die Grünen:

"Sozialhilfeempfänger sehen ihren Lebenssinn darin, Kohlehydrate oder Alkohol in sich hineinzustopfen, vor dem Fernseher zu sitzen und das Gleiche den eigenen Kindern angedeihen zu lassen". Deren Kinder "lernen nichts, verdummen buchstäblich durch vielerlei elektronische Medien und kommen dann als Sechsjährige übergewichtig in die Schule", sagte Metzger. "Auf der Basis eines solchen Systems immer noch höhere Zuschüsse zu geben steigert nur die Verwahrlosung"
sagte Metzger in einem Interview, der für die Grünen im baden-württembergischen Landtag sitzt. (Quelle: weltonline.de)

…die Hintergrundinformationen:

Oswald Metzger gilt als Einer des rechten Flügels der Grünen. Ein „Querdenker“. Seine Partei forderte angesichts seines Zitates von ihm, dass er sich bei den Betroffenen am Parteitag in Baden-Württemberg dafür entschuldige.

Schauen wir uns doch gemeinsam an, was diese Entschuldigung wert wäre:

Oswald Metzger ist „ehrenamtliches Kuratoriumsmitglied der Initiative Soziale Marktwirtschaft“, dann war er haushaltspolitischer Sprecher und Obmann im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages. Er ist freier Publizist und politischer Berater.

Und er hat nicht den leisesten Anflug von dem Willen, sich für seine haarsträubenden Aussagen zu entschuldigen. Wie auf dem TV- Sender Phoenix, der den Parteitag aufzeichnete unmissverständlich zu vernehmen war, appellierte er an den Realitätssinn seiner Parteigenossen und sprach sich gegen die Individualisierung (Sozialbenachteiligter) aus. Zudem sei er sich sicher, so sein Versuch von Suggestion, dass insgeheim 30% der Anwesenden ihm beipflichten würden.

Er wiederholte und präzisierte sein Statement über Sozialbenachteiligte: Menschen, die „in der zweiten und dritten Generation Sozialhilfeempfänger“ seien und „Hartz-IV-Empfänger“ wären nun mal unmotiviert und würden einen Lebenswandel, geprägt von Alkoholismus und Nichtstun, führen und dieses an ihre Kinder weitergeben. Deshalb fordere er „mehr Bildung“.

...und schließlich der Blick zur Realität, um diesem Wunsch Oswald Metzgers gerecht zu werden und dem nach mehr Bildung:

Herr Oswald Metzger, hier eine Chance der Weiterbildung für Sie, zunächst nur eine kleine Grundlage, damit Sie nicht allzu überfordert sind:

Es gibt gar keine Hartz-IV-Empfänger. Hartz IV ist ein Gesetz. Der Bundesrat schlägt Gesetze vor und der Bundestag verabschiedet Gesetze und der Bürger lebt diese. Aber er „empfängt sie nicht“.

Nach einem Jahr vergeblicher Arbeitgebersucher hat jeder Bürger dieses Landes das Recht, seine Existenz zu sichern, indem er einen Antrag auf Arbeitslosengeld II stellt. Dieses sichert aber keinesfalls seine Existenz, da er zwar die Kaltmiete von den sogenannten „Arbeitsgemeinschaften aktiv“ (kurz: ARGE), die die Rechtsformen GmbH und GbR tragen und zu 50% von den Kommunen und zu 50% von der Bundesagentur für Arbeit (die ein Haushaltsplus erwirtschaftet hat) verwaltet werden, erhalten, von weiteren 345 Euro aber Strom, Kaltwasser und Alles, was man zum (Über-)leben braucht finanzieren müssen. Auch Zuzahlungen für Medikamente, auch die Mehrwertsteuer von 19%, die diese niemals zurück erstattet bekommen. Auch Reparaturen. Wenn ein Mobiliar altersbedingt oder wegen Materialermüdung ersetzt werden muss, muss das der Sozialbenachteiligte von den 345 Euro finanzieren. Er kann einen zinslosen Kredit bei der ARGE beantragen, der ihm aber von den 345 Euro abgezogen wird. Die ARGE nennt das „angerechnet“ wird.

Das Hartz IV Gesetz sollte den Betroffenen finanzielle Grundlagen entziehen, damit diese „motivierter seien, sich einen Arbeitsplatz“ zu suchen.

Wer sich mit Einstiegsgeld von zusätzlich 345 Euro für Investitionen selbständig machen möchte, muss 80-90% des Gewinns an die ARGE abgeben. Als Finanzexperte können Sie sich ausrechnen, wie hoch die Chance ist, sich mit derartig hohen Abgaben in eine stabile Margenlage zu begeben. Errechnen Sie doch mal den Break-Even-Point. Hausaufgabe!

Wieder und wieder taucht die berechtigte Frage auf: Wo sind die Arbeitsplätze? Etwa 1-Euro-Jobs? Sie sind das, was sie bezeichnen und keine Arbeitsplätze.

Ein Arbeitsplatz im klassischen Sinne, Herr Metzger, schauen wir doch einmal auf die Realität, ist ein Arbeitsplatz mit einem Arbeitsvertrag mit Perspektive. In dem Alles geregelt ist. Rechte und Pflichten beider Vertragspartner: Des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers (interessante Termini!).

Sie sprechen von Alkoholmissbrauch, von Kohlenhydraten, die Sozialbenachteiligte in sich hineinstopfen und von massivem Fernsehkonsum.

Haben Sozialbenachteiligte einen Vertrag mit diesen Verhaltensweisen?

Schüler haben ein Anrecht auf Schulmaterial. Eine Realität, Folge des Hartz IV Gesetzes: Nicht jeder Schüler kann sich das leisten. Das hat mit den Kürzungen zu tun. Aber Herr Metzger, Sie sind finanziell in der Lage, sich das Buch Kulisse Deutschland – Teil 1 zu leisten, das im Verlag BoD erschienen ist.

Dank Ihres für Sie „prekären“ Faux-Pas wissen wir, dass Sie existieren und wer Sie sind.

Herr Metzger, Sie sollten mit der ersten Fortbildungsstunde nicht allzu sehr überfordert werden. Deshalb sollten Sie Gelegenheit haben, das bisher Vorgetragene erst einmal zu verinnerlichen. Aber: Sie wissen ja: Nicht auswendig lernen, sondern den Sinn verstehen.

Ein Schüler braucht Schulmaterial und hat auch Recht darauf, es zu bekommen. Eine der Folgen des Hartz-IV-Gesetzes: Nicht jedes Kind hat aus Mangel an Einkommen der Eltern oder staatlicher Zuwendung die Möglichkeit, Schulmaterial zu erwerben. Das liegt nicht an den Eltern, die ihren Kindern nichts abgeben. Das liegt daran, dass infolge dieses Gesetzes nicht mehr ausreichend Geld für Bücher etc. zur Verfügung gestellt wird. Die Kinderarmut nimmt drastisch zu. Erst diese Woche ist wieder ein Kind infolge dieses Gesetzes verhungert.

Das Buch „Kulisse Deutschland“ kostet 12,80 Euro, und das sollten nicht nur Sie, Herr Metzger bezahlen können. Es beschreibt den Sozialabbau unseres Landes, eines nunmehr ehemaligen Sozialstaates und es beschreibt, wie sich die Folgen des Hartz-IV-Gesetzes, Globalisierung, Neoliberalismus und der neuen, eben nicht mehr sozialen Marktwirtschaft auf die Betroffenen auswirken.

Dieses Buch sollte jeder lesen, der wissen will, wie es mit den Stärksten und Schwächsten unseres Landes bestellt ist.

Und wir schauen dann, sehr geehrter Herr Oswald Metzger, wie gewissenhaft und erfolgreich Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben.


Gisela B. Laux

P.S. Dieser Beitrag wird zusätzlich zu Händen von „Bündnis90/Die Grünen“ gesendet.






geschrieben in die Kategorie Kolumnen

November

25

2007

Alles in Butter durch die Neue Marktwirtschaft?


Foto: aboutpixel.de
Wirklich Alles in Butter?

Diesen Artikel habe ich kürzlich geschrieben. Er hat an Aktualität nicht im Geringsten nachgelassen:

Die Neue Marktwirtschaft

Nachfrage schaffen – Billig anbieten – Kreditgeschäfte abwickeln

Massenhysterie im Media Markt Berlin. Menschen rempeln sich um Zwei Uhr Nachts MEZ gegenseitig an. Es kommt zu heftigen Ausschreitungen. Es erinnert an die Chaostage in Hannover. Die elektrischen Rollläden an den Eingangstüren der Niederlassung werden heruntergelassen, die letzten hundert Kunden werden in einem verwüsteten Ambiente abkassiert.

Das Ereignis gibt dem Begriff Konsumterror eine neue Bedeutung. Ursprünglich besagt der Begriff, dass ein Konsumbedürfnis geschaffen wird, dass auf den Endverbraucher wie ein Sog wirkt, dem er sich nicht entziehen kann. Aber der massenhafte Kundenansturm im Berliner Mediamarkt bezeichnet die ungezügelte Gier, jetzt und hier etwas günstig zu bekommen, was man sowieso schon zu Hause hat. Zum Beispiel ein TV-Gerät für „unter 500 Euro“. Mit dieser Preisschwelle werben derzeitig andere Unternehmen. Und obwohl diese Summe etwa ein Viertel des eines tariflichen, monatlichen Durchschnittslohns eines Angestellten oder Arbeiters beträgt, sind die Konsumenten bereit, sich auf die vermeintlichen Schnäppchen zu stürzen, als sei ein Notstand ausgebrochen.

Bei offiziell 3,43 Millionen Arbeitslosen laut dem Statistischen Bundesamt verwundert es nicht, dass es auch einen Markt für Verbraucher gibt, die Produkte auf der Basis von Ratenzahlungen erwerben. Die Ratenzahlung, also die Zahlung per Kredit ist in großen Unternehmen gang und gäbe. Meist ist sie im Endergebnis teurer als der Barkauf. Doch, um den Konsumenten auch diese Entscheidung zu erleichtern, läuft die Anwicklung des Einkaufs per Kredit vergleichsweise unbürokratisch ab. Bei vorausschauender Betrachtung würde man davon absehen; denn einmal vertraglich abgewickelte Kredite, die man nicht tilgen kann, führen den Verbraucher in eine Schuldenfalle. Es fallen Zinsen an, die nach Jahren den Schuldensatz um einen meist zweistelligen Prozentsatz erhöhen.

Trotz der auch jährlich anwachsenden Privatinsolvenzen schreckt das die Konsumenten nicht ab. Auch nicht die Controlling-Center der Unternehmen, die im Insolvenzfall mit einem sogenannten Null-Geschäft rechnen müssen, also damit, dass der Kunde seine Schulden nicht begleicht.

Der Kunde hat die Möglichkeit eine Verkaufsentscheidung abzuwägen. Diverse Internetseiten bieten die Möglichkeit des Preisvergleichs an. In Foren kann man sich Bewertungen über Produkte anschauen. Wissen ist Macht?

Mittlerweile gibt es so viele Angebote und so kurze Abstände von Produktlaunches, also Produkteinführungen, dass der Kunde schlicht und einfach immer der Aktualität der gerade gewonnenen Information hinterherhinkt.

Hinzu kommen Berichte über das Preis-Leistungsverhältnis von Konsumgütern, die sich zum Teil widersprechen oder die korrigiert werden. Ist ein Bioprodukt für unsere Gesundheit unabdingbar? Sollen wir lieber mehr zahlen, um gesünder zu leben? Angesichts sich wiederholender Reportagen über „Gammelfleisch“ wird der Konsument zu solchen Fragen forciert. Ähnliches erleben wir mit dem Aufruf, der an uns Alle gerichtet ist, dass wir Produkte verwenden sollen, die schadstoffarm sind. Aber, wer kann sich einen „schadstoffarmen“ PkW leisten? Und wer kann sich die Steuerlast eines PkW’s leisten, der ein hohes Maß an Schadstoffen ausstößt?
Es werden in einer schier unübersichtlichen Zahl Multimediaprodukte auf den Markt geworfen, kostenaufwendig mit Ausstellungen und Werbung auf allen Ebenen präsentiert und: Gekauft!

Brauchen das die jeweiligen Konsumenten wirklich? Und für was? Für Kommunikation und Information? Für ihre Sicherheit? Oder für ihre Psyche? Die Industrie kennt die Antwort längst.

Die Bedürfnisse für die Produkte, die in ihrem Ursprungswert sehr gering sind, werden zu Preisen angeboten, die den Unternehmen eine vergleichsweise immense Rendite einbringen. Dem Kunden aber wird suggeriert, dass, wenn er sich beeilt, er dieses Produkt zu einem „supergünstigen Preis“ erhält. Der Kunde glaubt es und kauft.

Hier noch ein paar Fakten zur wirtschaftlichen Situation in unserem Land, entnommen aus Daten des statistischen Bundesamtes:

Arbeitsmarkstatistik:

Nach Ergebnissen der Arbeitsmarktstatistik nach dem Konzept der internationalen Arbeitsorganisation (ILO-Konzept) gab es im Durchschnitt des Jahres 2006 39,0 Millionen Erwerbstätige mit Wohnsitz in Deutschland. Das waren 257 000 Personen oder 0,7 % mehr als ein Jahr zuvor, nachdem im Jahr 2005 die Beschäftigung noch um 0,1 % im Vorjahresvergleich zurückgegangen war. Gleichzeitig waren in Deutschland im Jahr 2006 durchschnittlich 3,43 Millionen Personen erwerbslos, 461 000 (11,8 %) weniger als im Jahresdurchschnitt 2005.


Im 2. Quartal 2007 lag die Arbeitslosigkeit bei 3 825 000. Gegenüber dem Vorjahresquartal wurden im 2. Quartal 751 000 oder 16% weniger Arbeitslose gezählt, nach -793 000 im 1. Quartal und -535 000 im 4. Quartal 2006.


Insolvenzen:

Es werden monatlich bundesweit durchschnittlich etwa 13.500 Insolvenzen durchgeführt. Die Anteile sind wie folgt im Durchschnitt verteilt: Etwa 2.400 Insolvenzen von großen Unternehmen, 8.500 Insolvenzen von Verbrauchern, 2.250 von ehemals selbständig Tätigen und etwa 380 Privatinsolvenzen monatlich von sogenannten „natürlichen Personen“.

Signifikant für das Steigen der Preise in puncto Lebenshaltungskosten ist die Statistik der Butter: Seit Januar 2005 haben wir einen 7-fachen Preisanstieg. (Quelle: destatis.de)

Um das Kaufverhalten, Consumer Behaviour, zu analysieren, wurden Payback- Karten eingeführt. „Pay Back“ signalisiert dem Kunden, dass er, wenn er Etwas konsumiert, zur Belohnung Etwas dafür als Geschenk erhält. In Wirklichkeit aber wird er beobachtet. Sein Verhalten wird analysiert und neue Strategien werden entwickelt, um sein Kaufverhalten zu manipulieren.
Dies drückt „Wikipedia“ folgendermaßen aus: „Die gespeicherten Daten werden zur Erstellung von Kundenprofilen genutzt und im Rahmen des Kundenbeziehungsmanagements zur Kommunikation mit dem Kunden und zur Anpassung des Leistungsangebots verwendet.“
Im Endeffekt wird der Kunde einem System angepasst und fremdbestimmt. Das merkt nicht einmal ein Kunde, der einen anderen Kunden körperlich attackiert, um an das begehrte Produkt zu gelangen.
Eine falsche Siegermentalität führt zu einem derartig letztlich fremdbestimmten Verhalten. Also doch „Konsumterror“ im üblichen Sinne?
Gegen eine Politik der Fremdbestimmung hilft nur Eines: Nicht in einen künstlich geschaffenen Wettbewerb zu begeben, um so einem Strudel von Verpflichtungen zu entgehen, der Einem über den Kopf wächst und von dem Andere profitieren.


Gisela B. Laux

Zu lesen unter iposs.de
geschrieben in die Kategorie Meinungen

November

22

2007

Bretzeln für George W. Bush, dem "Begnadiger" von "Thanksgiving-Truthähnen"!


Foto: about.pixel.de

Als ob es nicht schon „genügend“ Elend auf der Welt gäbe: Wenn wir heute die Nachrichten schauen, kommen wir an der debilen Visage George W. Bushs nicht vorbei: Auf seinem Arm einer der diesjährig „begnadigten Thanksgiving Truthähne“. Entweder ist es „Marshmellow“ oder „Yam“. Ja, die gefiederten Jungs, die ihr künftiges Dasein in einem in der Nähe von Washington liegenden Gehege fristen werden, bekommen noch Namen. Sie sollen heute nicht das Schicksal der 50 Millionen ihrer Artgenossen erleiden und zum Nationalfeiertag der USA geschlachtet, gegrillt, gebacken und garniert verspeist werden. Ihr Schicksal ist es, vom Topmörder Nummer Eins, dem selbsternannten „Kriegsminister“ vor blitzenden Kameras getäschelt zu werden. Ja, der Bush nimmt sie auf den Arm. Wenn er etwas kann, dann ist es das.
Der Gipfel des Zynismus ist, hier von „Begnadigung“, in Anlehnung an die wenigen „Begnadigten“ der sogenannten „Todesstrafe“ zu sprechen.
George W. Bush ist einmal fast am Biss einer Bretzel erstickt. Welches außerirdische Wesen hatte da mit ihm Gnade? Es muss an dem Tag besoffen oder bekifft gewesen sein.

Vermutet wer? Na,
die laux
geschrieben in die Kategorie Kolumnen

« Ältere Einträge

Neuere Einträge »
Blog Kategorien:
Letzten 5 Einträge: