Ulla Schmidts Fall – Zufälle gibt’s nicht!

Wie schafft man wieder Vertrauen in die Politik und macht Werbung für die Autoindustrie?

Harte Aufgabe!

Man entsendet eine umstrittene Politikerin einer großen Volkspartei, die kräftige Wählereinbußungen hat, ganz routinemäßig in den Urlaub.

Sorge dann für eine dicke Prise Wählerverdruß und Volkszorn, indem man meldet, die Ministerin habe ihren Urlaubsort mit dem Flieger erreicht und parallel ihren Fahrer die ganze Strecke mit einem fetten Mercedes – ebenfalls Reiseziel Urlaubsort – fahren lassen.

Die Bombe platzt. Jeder ist empört.

Dann sorge man für Entspannung durch Häme und produziert einen Riesen-Lacher mit der Meldung, der Wagen sei gestohlen.

Image einer Politikerin futsch. Ihre Partei verliert Vertrauen.

Dann präsentiere man den Dienstwagen mit der ganzen Ausstattung, sodass potentielle Käufer und totsichere Neider auf dessen Marke aufmerksam werden.

Image der Politik im Arsch. Image des Wagen top!

Dann präsentiere man die Meldung, dass eine FDP, die übelst um ihr Image bangt, sich über diese Politikerin beschwert, so ganz nebenbei aus der Perspektive der Wähler. Das hört sich so an:

Was Frau Schmidt gemacht hat, ist eine Sauerei…Sie hat sich dem Steuerzahler gegenüber alles andere als fair verhalten und sollte deshalb zurücktreten.

Zitat des FDP-Bundestagsabgeordneten und Finanzexperten Frank Schäffler.

Die Politikerin schließlich lässt man dann erklären, sie würde auf ihren Platz im Wahlkampfteam verzichten.

Dann findet man den Dienstwagen wieder und mutmaßt über die Praktik der Täter.

Image der Politiker rehabilitiert. Automarke noch einmal herauskommuniziert. Image nach oben gewuppt.

Ergebnis: ALLES IM LACK!

Das war eine Satire. Meint heute noch wer? Na,

die laux!
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